Vergrößerung und Renovierung des Museums des Deutsch-Französischen Krieges von 1870

Eine über 110 Jahre andauernde Geschichte

Der Pfarrer von Loigny-la-Bataille, Abt Theuré, sammelt bereits am Ende des Deutsch-Französischen Krieges von 1870 verschiedene, auf dem Schlachtfeld gefundene Gegenstände. Sehr schnell erhält er Spenden von den Bewohnern und ehemaligen Kämpfern.

1907 eröffnet sein Nachfolger, Abt Belaue, ein erstes kleines Museum in der Küche des Pfarrhauses (10,5 m²). Es gehen weiterhin zahlreiche Spenden ein. 1957 beauftragt der neue Pfarrer von Loigny, Abt Thévert, die Vergrößerung des Museums. Der neue Gebäudekomplex von 65 m² wird zwischen der Kirche und dem Pfarrhaus errichtet. Nach dem Tod des Abtes Thévert im Jahre 1990 sorgen die Gemeinde Loigny und der Verein Les Amis de Sonis-Loigny dafür, dass das Museum und die Kirche bis zu ihrem Abriss 2015 weiter geöffnet bleiben.

Ein vergrößertes und neu durchdachtes Museum:

Mit den geplanten Bauarbeiten wird die Fläche des Museums vervierfacht (252 m²). Die neuen Räume gewährleisten eine optimale Konservierung und Ausstellung der Sammlungsstücke.

Durch neue digitale Medien wird dem Besucher der allgemeine und lokale Kontext dieses Krieges greifbarer gemacht. Ein Multimediabereich bietet dem Besucher Gelegenheit, virtuell in die Schlacht vom 2. Dezember einzutauchen. Die mit dem Bau der Kirche begonnene, umfassende Gedenkarbeit wird mit diesem Projekt nachhaltig fortgesetzt. Dem pädagogischen Aspekt kommt dabei eine besonders zentrale Rolle zu. Denn dank einer neuen Politik der Geschichtsvermittlung wird das Museum deutlich mehr Schulklassen aufnehmen und die jüngeren Generationen noch stärker sensibilisieren können.

Kalender der Bauarbeiten:

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